Rückblick 2011

Unser drittes Vereinsjahr ging zu Ende…und wir beginnes das vierte mit wieder neuen Ideen, die darauf warten realisiert zu werden!

Eine kleine Rückschau in Bild und Wort über das Geschehene kann man hier im Jahresrückblick2011 anschauen. Danke an alle, die uns unterstützen, die unsere Ideen teilen und uns Rückcnwind geben um unseren Visionen ein Stück näher zu kommen. Gracias!

2012 wird großartig! Ein Jahr zum gemeinsam fliegen! Macht doch mit!!!

Jugendzeitung “La voz de la juventud”

Seit Oktober 2011 arbeiten rund 40 Jugendliche in der “Junta juvenil” in Jocotenango zusammen. Die Junta ist der erste Schritt zum Aufbau eines Jugendrates auf Gemeindeebene und für die Jugendlichen eine Möglichkeit der direkten politischen Teilhabe.
In den vergangenen Monaten hat die junta Recherchen und Umfragen in und um Jocotenango aufgestellt um ein sozioökonomisches Profil zu erstellen und besonders dringende Problembereiche ausfindig zu machen.

“La voz de la juventud” : Die Stimme der Jugend, ist die erste Jugendzeitschrift der Junta in Jocotenango und zeigt Ergebnisse der Recherchearbeiten. Die Zeitung ist zwar auf Spanisch verfasst, dennoch lohnt sich ein Blick hinein:

Die Stimme der Jugend hören!

Feliz Navid!

Wir wünschen euch eine entspannte und besinnliche Weihnachtszeit, in der die Energien für das neuen Jahr wieder aufgeladen werden können. Das Ende des Jahres ist immer auch Zeit der Reflektion. Für uns war es ein besonderes Jahr, da der Großteil der Mitglieder Los Patojos zum ersten mal persönlich kennen lernen konnte. Die restliche Rückschau folgt Anfang 2012 in unserem Jahresbericht.

Wir könnten nicht das tun, was wir tun, ohne die Unterstützung der vielen kleinen und großen Menschen. Danke dafür! Wir haben in Guatemala wieder mit eigenen Augen gesehen, dass Veränderungen möglich sind, dass wir dafür arbeiten können und Teil des positiven Wandels werden, der notwendig ist.

Auf denn. Feliz navidad! Und ein frohes neues Jahr.

LOS PATOJOS JUGENDPROJEKT Jahresbericht 2011

Das Jahr neigt sich schon wieder dem Ende. Was ist alles passiert? Zu Beginn des Jahres 2011 sind die Jugendlichen aus Los Patojos in ihr eigenes neues Jugendprojekt umgezogen. Seitdem hat sich viel getan.

Juan Pablo Romoro, der Direktor unseres Partnerprojektes, schreibt über die wichtigesten Methoden und Aktionen im Jugendprojekt, über das neu gegründete politische Organ des lokalen Jugendrates und darüber was mit den Volamos juntos Spenden passiert. Lest hier selbst den LP_Jahresbericht2011 .

Erste große Zusammenkunft des Jugendrates zur Vorstellung der Ergebnisse der ersten durchgeführten sozialen Studien über die Gemeinde Jocotenango. Interesse an den Ergebnissen? Email an volamosjuntos@gmail.com

Weihnachtsgrüße! Saludos navideños.

In unserem Partnerprojekt Los Patojos beginnen die letzten zwei Arbeitswochen, voll von Projekten und Ideen. Wir wünschen dem Team und den Kindern dort und unseren Freunden und Unterstützern hier einen schönen dritten Advent und eine stressfreie Weihnachtszeit!

Los Patojos. “Jocotes en miel” in bewegten Bildern.

Ende Oktober fand in Jocotenango das sozikulturelle Festival “Jocotes en miel” zum 4.Mal statt. Eine ganze Woche kamen Kinder aus verschiedenen Projekten und Institutionen zu Los Patojos und nahmen an kreativen Workshops teil. Die Idee: Wer lernt sich auszudrücken, lernt zu sagen, was er denkt. Und es gibt verschiedenste Varianten des künstlerischen Ausdrucks. Am Ende der Woche wurden alle Ergebnisse präsentiert: Theater, Fotografie, Malerei, Breakdance…

Kinder aus verschiedenen Schulen und Institutionen

Was so passiert in einer kreativen Woche in Los Patojos kann man hier sehen. Und sich überlegen, ob man nächstes Jahr nicht auch Ende Oktober nach Jocotenango fährt…

Wir danken allen, die uns bei unserer Helpedia-Aktion anlässlich des Festivals unterstützt haben. So konnten wir helfen Materialien für die künstlerischen Workshops zu beschaffen. GRACIAS!

 

Guter Stoff. Noch zu haben!

Der Infocomic!

Endlich im Druck und ab nächster Woche kostenfrei, nur gegen Porto, bei uns bestellbar! Wir freuen uns und sind stolz euch unseren Infocomic über Guatemala vorzustellen. Ein Heft für GrundschülerInnen und große Neugierige, mit Geschichten, Rezepten, Spielen, Bastelanleitungen…zum spielerischen Lernen und Guatemala entdecken. Auch für Schulklassen und andere Kinder-/Jugend-/Menschengruppen.

Wird danken Kilian Wilde, der die wundervollen Zeichnungen gemacht hat, Ruth Veronica Romero Fuentes de Reyes, Rafael Romero und Diego Ixcamey, die ihren Alltag mit uns geteilt haben und den Menschen hinter dem Eu-Programm Jugend in Aktion, denn durch sie können wir das Heft drucken.

Hier ein kleiner Vorgeschmack:

 


  

 

Volamos juntos in Guatemala und was sonst noch passiert ist. Newsletter September 2011.

Zurück in Deutschland geht es weiter! Was bei Volamos juntos vor dem Aufenthalt bei den Patojos passiert ist und weitere Eindrücke aus Guatemala kann man in unserem Newsletter_0911 nachlesen.

Wir danken allen, die an die Idee von Los Patojos und Volamos juntos glauben. Und daran, dass wir beginnen können zu verändern. Volamos!!

Und wir suchen Menschen die Lust haben in Berlin, Jena oder Erfurt mitzumischen. Wer Lust oder eine Projektidee hat, oder einfach mal vorbeischauen möchte, der schreibe an: volamosjuntos@gmail.com

Es wird spannend.

Jocotenango und das erste Projekt

3. Erfahrungsbericht von David
Montag, der 12. September

Diamanten im Beton

Ich befinde mich nun auf der Straße inmitten von Jocotenango. Gänge, Gassen, die plaza central mit Busplatz, Verkehrstreiben und einigen Marktständen. Fröhlicher Tanz der Farben, Getute und Getröde, Menschen wuselnd wie auf einem Ameisenhaufen, gekleidet in bunten Farben oder braun und schmutzig in Lumpen. Gesichter strahlend, lachend und aufmerksam grüßend, aber auch hie und da ein verbissener Blick, ein schlafender Betrunkener, der wohl im Rausch direkt auf dem Bordstein darnieder gesunken sein muß. Es fliegt Papier herum, Wahlplakate flattern im Wind, Hunde trollen sich am Straßenrand oder liegen öde in Häuserecken – bis ein Polizist sie aufscheucht. Rundherum reihen sich die Berge auf, prall und satt von vielfältigsten Pflanzenarten und oft hüllt ein weißer Nebel sie ein und poliert ihre Spitzen. Wie eine Schnur grüner Diamanten erscheinen sie, herumgelegt um eine Stadt aus Beton, Stein und rotem Wellblech.
Jocotenango von oben
Dann stehen wir vor dem ersten Haus von Los Patojos. Ein Guckfenster wird geöffnet und die Tür geht auf. ¡Hola! ¡Bienvenido! Herein in die gute Stube, hinein ins Vergnügen und eine Welt voller Energie und Menschlichkeit. Staunend stehe ich an der Türschwelle und werfe meinen Blick einfach mitten hinein ins Gewusel. Action! Kinder überall im Raum, am Boden, hinter Ecken, auf und unter Tischen und sogar auf Stühlen sitzend.Gewusel im Kinderprojekt Es scheint ein undiffenzierbares Wiegen und Wogen von Stimmen und Geräuschen zu sein, wie ein kleiner Wirbelsturm tanzt es zwischen den bunt-bemalten Wänden hin und her. Ich werde hineingezogen und bald schon sitze ich in einer Ecke auf dem glatten Boden mit fünf jugadores beim Monopoly, welches auf Englisch ist. Action! Die Straßen werden zwar gekauft, aber dann verschenkt, auf dem Wasserwerk soll ein Hotel entstehen und die Strafkasse wird irgendwann geraubt. Doch davon bemerke ich nichts da ich dabei bin für das Einhalten der Regeln zu sorgen und die Ereigniskarten zu übersetzen und ehe ich moralisch einlenken kann, ist die Spielzeit voröber. Die Zelte werden abgebrochen, es gibt ein kleines refresco und dann geht’s los mit Lektüre. SchuelerWährend alle still lesen, erfahre ich von Maurício, dem Lehrer unseres salóns, mehr über den Ablauf:
Um die Mittagszeit wird für alle Essen gereicht, dann können die Kinder spielen bis die Kurse beginnen. Diese sind locker gestaltet und auf Aktionen ausgerichtet, man darf aufstehen, sich bewegen und reinfragen, dies wechselt sich ab mit erneuter Entspannung und weiteren Sitzungen. Um fünf werden die Kinder abgeholt oder gehen nach Hause. Maurício erklärt, dass der Mensch im Mittelpunkt steht und damit das eigene und eigenständige Denken. Die Kinder lernen hier Dinge, die in der Schule nicht gelehrt, nicht angesprochen werden. Denn in der Schule ist oft Automatendasein angesagt -kopieren und lernen.
Als ich später den Weg zu unserem Haus einschlage, komme ich zurück in Welt der großen Leute. Es gibt viel zu sehen, viel zu bestaunen, zu fragen und mächtig viel um sich ordentlich zu wundern, doch ist dieses von anderer Art und Weise. Dass es bei den Kindern anders ist, dass hatte ich mir schon überlegt, doch solcher Fülle an Energie, solcher Vielfalt hinter der Eisentür mit dem Guckfenster, solcher reiner Wärme, ja solcher Andersweltigkeit, all diesem war meine Vorstellung und mein Denken nicht gewachsen. Es war ein neues Land, welches ich betreten hatte, eine Insel, die von 12 bis fünf geöffnet hat und das Innere harrte noch seiner Entdeckung.